Arge fordert 4 Euro oder Umzug
Umziehen oder einen Teil der Miete von nun an selbst zahlen - vor diese Wahl werden in Itzehoe aktuell zahlreiche Empfänger von Hartz 4 gestellt. Weil die Stadt nach einer Wohnungsmarkt-Analyse neue Höchstgrenzen für zu übernehmende Miete festgelegt hat, wohnen nun viele Bezieher von Sozialleistungen zu teuer.Ein Beispiel: Caroline Schneider lebt mit vier Personen auf 77 Quadratmetern (3,5 Zimmer), die laut neuer Regelung zum 1. November 2009 nur noch 459 Euro, statt wie bisher 473 Euro, kosten darf. Vier Euro liegt die aktuelle Miete über der neuen Höchstgrenze - diese Differenz soll die 28-Jährige nun aus eigener Tasche zahlen. Oder umziehen.
Für Hartz-4-Empfänger sind 4 Euro viel Geld - der geforderte Umzug sei aber pure Schikane. Und weder wirtschaftlich sinnvoll, noch laut Gesetz einforderbar:
Die Arge müsse die Kosten für die Wohnungssuche und den Umzug übernehmen - eine Summe, die in keinem Verhältnis zu den zu erwartenden Einsparungen stehe. Außerdem bekamen viele Hartz-4-Empfänger die Miete schon vor dem 1. November letzten Jahres bezahlt - eine nachträgliche Anpassung sei nicht rechtens.
Tipp von Experten: Widerspruch einlegen und ggf. das Sozialgericht einschalten.
Weitere Tipps und Infos: auf Hartz-4-Umzug.info.
Quelle u.a. SH Zeitungsverlag

